Bereits nach einem statt zwei geplanten Verhandlungstagen ist gestern am Landgericht in Traunstein der Prozess gegen einen 53jährigen Rosenheimer zu Ende gegangen. Der Mann gab zu seine Stieftochter im Kindesalter über Jahre hinweg 245 mal sexuell missbraucht zu haben.
Laut OVB wurde er dafür gestern zu einer Strafe von zwei Jahren, ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung, verurteilt. Sowie einer Geldstrafe von 1.800 Euro. Mit dem Geständnis ist seinem heute 28jährigen Opfer eine Aussage vor Gericht erspart geblieben. Die Frau leidet auch Jahre nach der Tat noch unter den Folgen und ist in psychologischer Behandlung. Erst 2011 hatte sie die Kraft ihren Peiniger anzuzeigen, nachdem sie sich einer Nachbarin anvertraut hatte. Das Urteil hält sie für zu milde. Wie ihre Anwältin sagte, habe ihre Mandantin auf einen Schlussantrag verzichtet um zu zeigen wie sprachlos sie über die zu erwartende Strafe ist.